AKTUELLES

Stellungnahme des Waldorf Instituts zu Äußerungen einer Mitarbeiterin in ihrem Telegram-Kanal

(05. Oktober 2020) Das Waldorf Institut Witten Annen distanziert sich ausdrücklich von dem Telegram-Kanal einer Mitarbeiterin. Die dort wiedergegebenen Inhalte stellen keine Haltung des Instituts dar, sie sind vielmehr private Äußerungen. Wir weisen diese nachdrücklich zurück, insbesondere sofern Anklänge an „Verschwörungsmythen“, Rechtspopulismus o.ä. gegeben sind. Zudem stellen wir fest, dass der Titel des Kanals, „Waldorfpädagog*innen für Aufklärung“, irreführend ist, da er suggeriert, es gäbe einheitliche waldorfpädagogische Haltungen zur Corona-Frage und außerdem der Eindruck entstehen könnte, dass das Waldorf Institut die Inhalte aller Beiträge teilt. Das ist nicht der Fall.


Das Waldorf Institut bildet Lehrer*innen für Waldorfschulen aus. Die aktuelle Lern- und Entwicklungsforschung sowie die methodisch-didaktischen Anregungen Rudolf Steiners bilden die Grundlagen dieser Ausbildung. Kernpunkt unserer anthroposophischen Arbeit ist die Betrachtungsweise jedes Menschen in seiner Individualität und Ganzheit. Demgemäß distanziert sich das Waldorf Institut ausdrücklich von rechtspopulistischen und diskriminierenden Positionen jeglicher Art.


Die Institutsleitung nimmt die aktuelle Situation zum Anlass, um mit den Studierenden an Lösungsansätzen zu arbeiten. Wie können gesellschaftliche Fragen in einer polarisierten Situation mit ihren künftigen Schüler*innen im Interesse ihrer selbstständigen Urteilsbildung bearbeitet werden?


Die Institutsleitung ist außerdem in klärende Gespräche mit der betreffenden Mitarbeiterin eingetreten, um die Angelegenheit schnellstmöglich aufzuarbeiten. Die Mitarbeiterin ist einstweilen beurlaubt.


Selbstverständlich werden im gesamten Institutsbetrieb sämtliche Verordnungen und Gesetze zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingehalten.


Im Übrigen verweisen wir auf eine Presseinformation des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS), der wir uns voll umfänglich anschließen:

  • Der BdFWS agiert auf pädagogischem Feld und gibt keine Empfehlungen zu medizinischen Fragen. Diese sind Sache der medizinischen Fachwelt.
  • Auch Schulen in freier Trägerschaft haben dem Gesundheitsschutz dienenden Maßnahmen Folge zu leisten, seien es Gesetze, Verordnungen oder behördliche Anordnungen.
  • Waldorfschulen haben jedoch die Möglichkeit, innerhalb dieser Maßnahmen offene und dynamische Lehrpläne zu gestalten, die sich gerade in schwierigen Zeiten phantasievoll ausschöpfen lassen.

Bei Anliegen und Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Pressesprecherin
Lara Stanke, stanke(at)waldorfinstitut.de

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